
III. Wie funktioniert
Archie
1.
Grobe Funktionsweise
2.
Detailliert ( Dienste /
Verwaltung der Inhaltsverzeichnisse )
V. Zugangsmöglichkeiten / Plattformen
VI. Beschreibung
der Zugriffsarten
1.
Archie Zugriffsart Telnet mit Unix Plattform
2.
Archie mit E-mail
3.
Archieplexform
VII. Vor- und Nachteile von Archie
Wie funktioniert Archie den überhaupt? Nun,
Sie können es sich grob so vorstellen:
Sie stellen eine Anfrage z. B. über telnet
an den Archie - Server in Darmstadt. Der Client frägt also den Archie
- Server wo dieses file zu finden ist. Der Server vergleicht auf seiner
datenbank was er dazu weiß (wo die Daten auf welchen a - FTP - Server
sind) und schickt diese an ihren Rechner zurück. Woher weiß
der Archie - Server wo die Daten auf den a - FTP - Servern sind? Er holt
sich in einer gewissen Zeit (periodisch) automatisch die Listen der Daten
bon sämtlichen a - FTP - Servern die zum Archie - System gehören.
ARCHIE verwaltet zwei verschiedene Datenbestände,
die FILENAMES - DATABASE und die WHATIS
- DATABASE.
FILENAMES - DATABASE
Die FILENAMES - DATABASE ermöglicht
es in a-FTP-Servern nach Dateien zu suchen. Sie beinhaltet die Aderessen
und Verzeichnisse von sämtlichen a-FTP-Serven. Die FILENAMES -
DATABASE ist wesentlich komplexer als die WHATIS - DATABASE.
WHATIS - DATABASE
Die WHATIS - DATABASE besteht aus Stichwörtern und Kurzbeschreibungen, die nicht automatisch geschrieben und eingetragen werden (z.B. Usenet - Artikel, vom Autor selber eingetragen). Die Suche über die WHATIS - DATABASE ist nur bedingt empfehlenswert, denn wenn man über diese Datenbanketwas sucht, kommt es häufig vor daß man zu dem Stichwort was man eingegeben hat nichts, oder veraltete Informationen erhält.
Verwaltung der Inhaltsverzeichnisse
anhand der Filename - Database
(FD)
Database Gathering Component
(DGC)
Database Maintenance Component
(DMC)
User Access Component (UAC)
Die DMC prüft die RLF auf Konsistenz und konvertiert dieses in ein passendes Datenformat für die FD. Der Site Listings Filter erkennt Fehler bei den rekursiven Listings, die z.B. beim Erstellen des Inhaltsverzeichnisses oder beim Übertragen entstehen können, und beseitigt diese. Anschließend bearbeitet sie das Verify and Enter Programm (VAEP). Das VAEP stellt die Verzeichnis- hierarchie wieder her, um so die Datenkonsistenz zu prüfen, das bedeutet, das Programm "checkt" ob bei vorangegangenen Korrekturen keine wichtigen Informationen verlorengegangen sind. Schließlich werden die Daten vom VAEP an die FD weitergegeben.
- Allgemein - wichtige Befehle / Variablen - whatis - Database
Zuerst muß man sich unter Unix einTerminal öffnen. Anschließend gibt man einfach telnet archie.th-darmstadt.de ein. Dabei ist Th - Darmstadt in diesem Fall der Server. Man kann sich aber auch jeden beliebig anderen Archie - Server wählen , doch es empfiehlt sich ein Server in der Nähe zu wählen um das Netz nicht unnötig zu belasten.
Als Login ist einfach nur
archie einzugeben. Außerdem läßt
sich nun auch gleich die gewünschte Sprache wählen. Mit set
language deutsch hat man z.B. Deutsch als
gewünschte Sprache gewählt. Eine Komplettübersicht , die
wie eine Unix Manualseite aufgebaut ist, bekommt man mit dem Befehl manpage
oder roff.
Archie
hat auch ein sehr gut ausgebautes Hilfssystem, welches mit
help aufgerufen
wird. Hier bekommt man Hilfe und Informationen über die Bedeutung
und den Wertebereich von Variablen, sowie wie Informationen über Sinn
und Zweck von Kommandos. Mit show
werden
einem alle gesetzten Variablen und ihr Wert angezeigt. Mit dem Kommando
Servers bekommt man eine Liste mit allen n der Welt zur Verfügung
stehenden, öffentlich zugänglichen Archie Servern.
Durch die Eingabe von
exit , quit oder
bye kann man
Archie wieder verlassen.
wichtige Befehle / Variablen
- der find Befehl
- die sortby Variable
- die search Variable /
fall back
- die output - format Variable
- die match Variablen
- das mail Kommando
- die max Variablen
Der find Befehl ist der wichtigste und mächtigste
Befehl. Mit ihm können Sie Inhaltsverzeichnisse von a-FTP - Servern
durchsuchen, und so Software, Dokumente usw. konkret lokalisieren. Suchen
sie z.B. ein Programm Namens "requiem" geben Sie einfach find
requiem ein,
und als Ergebnis erhalten Sie ( fast ) alle Informationen die Sie brauchen,
wie z.B. Rechnername,- adresse, Pfad, Dateiname, Dateigröße,
und Dateidatum.
Über die search Variable können Sie
festlegen, wie das "Textmuster" vom find Kommando bei der Suche ausgewertet
werden soll.
set search exact ist
die schnellste Art der Suche. Es wird genau nach dem eingegebenen Textmuster
gesucht.
set search sub ist
die häufigste Art der Suche. Hier muß das Textmuster im Datei-,
Verzeichnissnamen enthalten sein, wobei Groß und Kleinschreibung
egal ist.
set search subcase
ist genau gleich wie unter sub, es wird aber nun zwischen Groß- ,
Kleinschreibung unterschieden.
set search regex ist
die komplizierteste Art der Suche.(
help regex )
Bei den Suchmodi sub, subcase und regex gibt es
die Möglichkeit Archie zuerst eine exact Suche starten zu lassen,
und wenn dabei nichts gefunden wurde automatisch eine alternative zu starten.
Bsp: set
search exact_sub
Die match Variablen
Es gibt zwar keine allgemein gültige Struktur
für den Aufbau des Pfadnamen, doch stecken einige Informationen in
den Pfaden der Server. So steckt z.B. im Namen der zu einem Dos Programm
führt im Namen oft Dos, PC oder ähnliche Informationen. Diese
nutzt Archie mit Hilfe der match_path Variablen.
Bsp: set
match_path dos:pc:ibm
Archie sucht nun nach Treffern bei denen dos,
pc, oder ibm im Namen steckt.
die match domain Variable
Oft werden Dateien von den abenteuerlichsten Servern
geholt, obwohl eine Kopie auf einem Server in nächster Nähe liegt.
Für diesen Fall hat Archie die match_domain Variable. Mit ihr ist
es möglich eine Liste mit Domains anzugeben. Archie durchsucht dann
nur die Inhaltsverzeichnisse von a-FTP- Servern die in der angegebenen
Domain liegen.
Bsp: set
match_domain de
Archie sucht nun nur bei a-FTP- Servern die in
Deutschland liegen. Möchte Sie z.B. in ganz Europa suchen, gibt es
hierfür von Archie die sog. "Pseudo Domains". Diese können Sie
sich ebenfalls mit der match_domain Variable nutzbar machen.
Bsp: set
match_domain europe
Hier eine Liste der Pseudo Domains:
die max Variablen
Mit der maxhits Variablen können sie dem
find Kommando mitteilen, nach wievielen gefundenen Einträgen die Suche
beendet werden soll.
Bsp: set maxhits
2
Die Suche stoppt nun nach zwei gefundenen Treffern
die maxhitspm Variable
Sie ermöglicht die Anzahl von gefundenen
Dateien mit gleichem Namen im Suchergebnis zu begrenzen.
Bsp: set maxhitspm
1
die maxmatch Variable
Die maxmatch Variable wirkt umgekehrt wie die
maxhitspm Variable. Sie begrenzt die Anzahl der Dateien mit unterschiedlichen
Namen.
Bsp: set maxmatch
5
die sortby Variable
Archie kann auch das Ergebnis des find Kommandos
nach Unterschiedlichen Kriterien sortieren. Die relevante Variable heißt
sortby.
set sortby hostname
das Ergebnis wird nun alphabetisch nach den
Namen der Server sortiert.
set sortby time
nun erscheint die neuste Datei an erster Stelle des Suchergebnisses
set sortby size
hier erscheint die größte Datei
an erster Position
set sortby filename
bedeutet, daß der Pfadname als oberstes
Sortierkriterium gilt.
Jedes Sortierkriterium kann mit Hilfe der "r sortby
Variablen umgedreht werden. Dies geschieht durch einfaches voranstellen
eines "r" vor die Sortby Variable.
Bsp: set sortby
rsize
Nun erscheint im Suchergebnis die kleinste Datei
zuerst und nicht die Größte.
die output format Variable
Archie stellt Ihnen auch 3 Ausgabeformate des
Suchergebnisses zur Verfügung. Hierfür ist die output_format
Variable zuständig.
set output_format terse
das Ergebnis erscheint kurz und knapp.
set output_format verbose
bedeutet Standartausgabe des Ergebnisses.
set output_format machine
bedeutet maschinenlesbares Format.
das mail Kommando
Oft ist man daran interessiert, Ergebnisse von
Anfragen, . im Rahmen einer Telnetsitzung durchgeführt werden, lokal
in einer Datei zur Verfügung zu haben. Auf der einen Seite besteht
die Möglichkeit, die ganze Sitzung mitzuprotokollieren. Dies geschieht
mit dem Unix Kommando "script".
Sie können sich aber auch relevante Ergebnisse
von Archie per E- mail zuschicken lassen. Hierfür gibt es das mail
Kommando. Es bewirkt , daß das Ergebnis des zuletzt ausgeführten
Befehls, an eine direkt angegebene Adresse oder an die mailto Variable
gesetzte Adresse geschickt wird.
Setzt man hinter den mail Befehl eine Adresse
wird das Ergebnis des letzten ausgeführten Befehls an diese Adresse
gesendet. Beim einfachen Eingeben des mail Kommandos wird an die mailto
Adresse gesendet.
Bsp:
set mailto Gehring@foo.fh-furtwangen.de
Für das versenden großer Datenmengen
über E- mail stehen noch 3 Variablen zur Verfügung.
set compress compress
bewirkt, daß die Datenmenge komprimiert
wird.
set encode uuencode
bewirkt, daß die Datei nach dem Packen
und vor dem Verschicken kodiertwird.
show max_split_size
legt eine Obergrenze für die Größe
einer Mail fest. Alle größeren Datenmengen werden in Pakete
aufgeteilt.
Mit dem whatis Kommando werden Anfragen an die
Whatis Database gestellt. Sie geben einfach den Suchbegriff ein Groß-,
und Kleinschreibung spielt keine Rolle.
Bsp: whatis kermit.
Als erstes soll geklärt werden warum sollte man den überhaupt Anfragen an Archie über E-mail starten? Nun als einfachstes Beispiel soll gelten, Sie haben kein telnet oder nur eine UUCP connection. Was häufiger vorkommt ist das Archie zu beschäftigt ist um Anfragen sofort zu erledigen oder der Archie-Server ist nicht erreichbar. Was die Anfrage über E-mail auch interessant macht ist, das man selbst keine Zeit (z.B. wichtige Termine, Feierabend) mehr hat am Rechner zu sitzen.
Aufbau und Befehle bei E-mail Anfragen
Die Befehle sind dieselben wie unter telnet, nur das z.B. das Kommando pager bei der E-mail unsinnig ist. Nützliche Kommandos stehen im folgenden Beispiel:
3. Archieplexform
Archie ist auch über das WorldWideWeb (www)
abrufbar. Der wesentliche Unterschied zu telnet und den anderen Zugangsarten
besteht darin das links (Verbindungen) zu den gefundenen Themen
angeboten werden, und das man selbst als Laie ohne Probleme zurecht kommt,
da Archie hier selbsterklärend ist.
Hier ein paar Links:
CONTRA
- langes Update-Intervall
- Inhaltsverzeichnisse sind nicht immer
auf den neuesten Stand
2.) Einstieg Internet ( S.151-154)
Verlag Nauman
& Gogel Verlagsgesellschaft mbH
Autor Konstatin
April
ISBN 3-625-15001-8
3.) help file von Archie
4.) Internet
Dieses Referat wurde von Tom Gehring und Wassim Ahmad verfasst.
gehring@foo.fh-furtwangen.de
ahmad@foo.fh-furtwangen.de